Die Komposttoilette stellt eine anerkannte, nachhaltige Alternative zur Wassertoilette dar. In der Schweiz wird sie bereits in öffentliche Gebäuden eingesetzt.

Durch den Einsatz von Komposttoiletten wird eine enorme Menge von Wasser, etwa 3-9 Liter pro Verwendung, gespart. Außerdem kann verhindert werden, dass stickstoffhaltige Verbindungen sich durch die Vermischung mit Wasser zu Nitraten entwickeln. Dies ist unter anderem Ursache der Eutrophierung der Flüsse.

Es gibt viele verschiedene Modelle von Komposttoiletten. Unsere Komposttoilette besteht aus drei Kompostierungskästen und einer beweglichen Hütte. Die Hütte bleibt eine gewisse Zeit (ca. 1-2 Monate) über einem Kasten, wo die Fäkalien mit Sägemehl vermischt werden. Sägemehl ist das optimale Material, um die Feuchtigkeit und die Gerüche aufzunehmen und ermöglicht ein optimales Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis, um eine gute Kompostierung zu gewährleisten.

Dieses System hat den Vorteil, dass es über der Erde steht, was eine gute Sauerstoffzufuhr ermöglicht. Dadurch wird die Produktion von unangenehmen Gerüchen und Treibhausgasen wie Methan und Lachgas vermindert. Der direkte Kontakt zum Boden bietet einen guten Zugang für Bodenlebewesen, die zur Kompostierung beitragen (Regenwürmer, Asseln). Unter der Erde befindet sich eine Plane, um das potenzielle Sickerwasser in einem Sammelbehälter aufsammeln zu können. Dieses Wasser wird dann mit Sägemehl vermischt und weiterkompostiert. So ist der Boden vor Nitratanreicherung geschützt.

Durch ein fachgemäßes und regelmäßiges Umsetzen des Komposthaufens ermöglicht man eine ausreichende Sauerstoffzufuhr, die zu einer extremen Temperaturerhöhung führt. Die sogenannte thermophile Phase (Temperaturen bis zu 70°C) kann somit erreicht werden. In dieser Phase werden alle Krankheitserreger, wie zum Beispiel Kolibakterien und Salmonellen, abgetötet.

Den nach 2 Jahre reife Kompost werden wir dann für das Düngen von Blumenbeeten und Obstbäume verwenden.